You are on the English websiteSie befinden sich auf der deutschen WebsiteWe do not provide this content in your preferred language
You are on the German website, you can use the switch to switch to the English oneSie befinden sich auf der englischen Website, Sie können mit dem Schalter auf die deutsche Website wechselnYou can use the switch to switch to the another available language if you want
Ursprünglich gegründet, um Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu retten, ist das Aufgabengebiet der DRK-Wasserwacht heute erheblich vielfältiger. In erster Linie widmet sie sich dem Wasserrettungsdienst, wobei rund 75.000 ehrenamtliche Aktive bundesweit die Badegewässer sichern – ob nun in Bädern, Seen, Flüssen oder an Küsten.
Die Wasserwacht-Bayern hat sich bei Ihrem Aufbau an die Struktur des Bayerischen Roten Kreuzes angelehnt.
Die 556 Ortsgruppen sind aufgeteilt in 73 Kreis-Wasserwachten. Über diesen stehen die fünf Wasserwachtsbezirke Oberbayern, Schwaben, Unterfranken, Ober- und Mittelfranken und Niederbayern/Oberpfalz. Oberstes Gremium ist die Landesleitung. Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern ist Thomas Huber, Landtagsabgeordneter aus dem Landkreis Ebersberg.
In den fünf Bezirken gibt es jeweils hauptamtliche Beauftragte für die Wasserwacht, die sich um die Belange in den jeweiligen Regionen kümmern. In der Landesgeschäftsstelle des BRK in München ist auch die Geschäftsstelle der Wasserwacht angesiedelt.
Die fachliche Arbeit geschieht in Arbeitsgruppen des Ehrenamts. So gibt es neben der Technischen Kommission Landeslehrgruppen für die Ausbildungsbereiche Schwimmen, Rettungsschwimmen, Wasserretter, Motorboot, Führungskräfte und Tauchen. Dazu kommen Arbeitsgruppen für den Juniorwasserretter, Naturschutz, Beschaffung, Qualitätsmanagement, Wettbewerbe und PSNV.
Alle Mitglieder der Wasserwacht-Bayern sind ehrenamtlich und werden für Ihren Dienst nicht bezahlt. Dennoch werden Einsätze etc. abgerechnet um Mittel zu haben, mit denen die Ausrüstung auf dem neuesten Stand gehalten werden kann.
Die Ortsgruppe
Die Ortsgruppe
Unsere Ortsgruppe kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Wir sind stolz auf unsere Geschichte, gedenken unserer verstorbenen Kammeradinnen und Kameraden und freuen uns auf eine abwechlungsreiche Zukunft. Die Ortsgruppe setzt sich zur Zeit wie folgt zusammen:
20 Rettungsschwimmer (über 18 Jahre)
5 Rettungstaucher
8 Bootsführer
112 Kinder und Jugendliche
Wir engagieren uns vor allem in der Wasserrettung, im Sanitätsdienst, im Naturschutz sowie in der humanitären Hilfe und im Katastrophenschutz.
Ausrüstung & Fahrzeuge
Unsere Fahrzeuge
Chronik der Wasserwacht Schwabmünchen
Unsere Ortsgruppe kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Wir sind stolz auf unsere Geschichte, gedenken unserer verstorbenen Kameradinnen und Kameraden und freuen uns auf eine abwechslungsreiche Zukunft.
Die Gründungsjahre (1939–1950)
Lehrgang 1942
Die Geschichte unserer Ortsgruppe nahm im Jahr 1939 ihren Anfang, als sie als Ortsgruppe der DLRG mit vierzehn Mitgliedern gegründet wurde. Bereits ein Jahr später, 1940, übernahm Georg Lehn das Amt des Abteilungsleiters – ein Name, der die Geschicke der Wasserrettung in Schwabmünchen über Jahrzehnte hinweg prägen sollte.
Auch unter den erschwerten Bedingungen der Kriegsjahre wuchs die junge Gruppe stetig: 1942 stieg die Mitgliederzahl von vierundzwanzig auf zweiunddreißig, und im selben Jahr fanden im Fliegerhorst die ersten Lehrgänge statt. Eine grundlegende Weichenstellung brachte das Kriegsende. Am 19. November 1945 verfügte die Militärregierung der Alliierten, dass der Wasserrettungsdienst dem Roten Kreuz angeschlossen werde. Diesem Auftrag folgend meldete die Ortsgruppe der Marktgemeinde 1946 eine Einsatzgruppe von dreizehn Mann für den Katastrophenschutz, und ab 1947 versah sie Wachdienst am Hiltenfinger Wehr sowie im Schwabmünchner Freibad.
Den organisatorischen Abschluss dieser Aufbauphase bildete 1949 der Beitritt zum Bayerischen Roten Kreuz als Wasserwacht. Wie sehr die junge Ortsgruppe bereits Gestalt angenommen hatte, zeigte sich 1950 an ihrer starken Beteiligung am Bezirkswettkampf in Buchloe.
Ausbildung, Technik und die eigene Station (1951–1960)
Das folgende Jahrzehnt stand im Zeichen von Ausbildung und technischem Aufbau. 1951 wurden Grundscheinlehrgänge in Schwabmünchen, Mittelneufnach und Bobingen durchgeführt, und 1953 nahm die Ortsgruppe erfolgreich am ersten Ammersee-Schwimmen von Buch nach Schondorf teil. Als das Freibad 1954 umgebaut wurde, überwachte die Wasserwacht während der Nächte die von den US-Streitkräften zur Verfügung gestellten Maschinen.
Mit dem Entstehen des Wertachstausees eröffnete sich ein neues Einsatzgebiet: 1955 schaffte die Ortsgruppe ihr erstes Tauchgerät an und richtete eine erste Wacheinteilung ein. Ein Jahr später, 1956, folgte der Kauf eines Motorrettungsbootes. 1957 wurde erstmals das Wertachstausee-Schwimmen vom Hiltenfinger Wehr bis kurz vor das Kraftwerk ausgetragen. Der Bau einer eigenen Wertachstation begann 1958 und fand 1959 mit der Weihe der Station und des Motorrettungsbootes am 26. Juni seinen feierlichen Höhepunkt. Am Ende des Jahrzehnts, 1960, war Schwabmünchen bereits am ersten Tauchlehrgang auf Bezirksebene beteiligt.
Ein Jahrzehnt der Konsolidierung (1961–1970)
Die 1960er-Jahre festigten das Erreichte. 1962 kam die Ortsgruppe bei der Luftrettungsstaffel Lechfeld am Wertachstausee bei Kaufbeuren zum Einsatz, und 1963 präsentierte sie ihre Geräte bei der 75-Jahr-Feier der Kolonne. 1969 verfügte die Wasserwacht erstmals über eine eigene Wachstation im Freibad, deren Innenausbau 1970 fertiggestellt wurde.
Jubiläen und Erneuerung (1971–1980)
Das Engagement für den Nachwuchs trat in diesem Jahrzehnt deutlich hervor: 1977 wurden Kinderschwimmkurse abgehalten. Das Jahr 1978 brachte gleich mehrere Höhepunkte – nach der Renovierung des Freibades zeigte die Ortsgruppe eine Ausstellung und ein Schauschwimmen, beteiligte sich an den Feierlichkeiten „90 Jahre BRK“ in Schwabmünchen und begründete mit den ersten Hüttenaufenthalten eine bis heute geschätzte Tradition; zugleich wurde das Freibad umgestaltet. Im Jubiläumsjahr 1979 blickte die Wasserrettung Schwabmünchen auf vierzig Jahre zurück und zählte siebenundfünfzig aktive sowie einhundertfünfzehn passive Mitglieder. 1980 gab sich die Ortsgruppe eine neugefasste Satzung.
Wachstum und Leistungsstärke (1981–1990)
Mit der Fahnenweihe und einer großen Mitgliederwerbung begann 1981 ein besonders lebendiges Jahrzehnt. 1982 wurde der Wasserrettungszug in Dienst gestellt, und die Ortsgruppe konnte ihren tausendsten Schwimmkursteilnehmer begrüßen. Anlässlich „100 Jahre Wasserrettung in Bayern“ präsentierte sich die Wasserwacht 1983 mit Ausstellung und Vorführungen im Freibad und im Pfarrzentrum; achtundvierzig Aktive leisteten in jenem Jahr elftausend Einsatzstunden im Freibad – ein eindrucksvolles Zeugnis ehrenamtlichen Einsatzes.
1987 wurde ein neues Motorrettungsboot des Typs ZODIAC zugelassen. Das Jahr 1988 stand im Zeichen von „100 Jahre Rotes Kreuz in Schwabmünchen“, begleitet von einer aufsehenerregenden Schauübung an der Wertach. 1989 feierte die Ortsgruppe fünfzig Jahre Wasserrettung in Schwabmünchen, und 1990 setzte sie mit einer Hilfsaktion zugunsten eines Behindertenheims in der DDR ein Zeichen der Solidarität über die einstige Grenze hinweg.
Moderne Ausstattung und wachsende Einsatzbreite (1991–2000)
Die 1990er-Jahre erweiterten das Aufgabenfeld erheblich. 1991 bildeten sich die Bootsführer vom 20. bis 23. September auf dem Rhein weiter, und 1992 bezog die Ortsgruppe eine neue Garage in der Leonhard-Wagner-Schule und präsentierte sich auf der Messe „Freizeit und Hobby“. 1993 nahm die Wasserwacht erstmals am Sanitätsmarsch teil, beschaffte Schaufeltrage und Vakuummatratze und führte eine Schauübung am Ilsesee durch.
Das Jahr 1994 war besonders ereignisreich: Neben der Beschaffung eines Schwimmbretts und eines Funkmeldeempfängers, dem ersten Jugendausbildungslager in Herbertshofen und dem Margeritenball forderten mehrere anspruchsvolle SEG-Einsätze die Aktiven – die Evakuierung von Personen nach einem Ammoniakunfall im Schlachthof Augsburg, die Einsätze bei den Kurdenkrawallen in Augsburg und Zusmarshausen sowie bei einer Schießerei auf einer Hochzeit in Augsburg. Im selben Jahr wurde das neue SEG-Konzept des Kreisverbandes Augsburg-Land in Gersthofen vorgestellt und ein Einsatzordner für das gesamte Einsatzgebiet erstellt.
1995 wurde das Wasserwacht-Fahrzeug generalüberholt, ein Ausbildungslager fand in Buch am Ammersee statt, und zwei weitere Funkmeldeempfänger kamen hinzu. 1996 erhielt die Ortsgruppe ein neues Motorrettungsboot des Typs BOMBARD. Der Freibadumbau 1997 ging mit der Einrichtung einer neuen Wachstation einher, die in viel Eigenleistung entstand und 1998 mit der Eröffnung des Freibades ihrer Bestimmung übergeben wurde.
Das Jahr 1999 verband Feier und Ernstfall: Während die Ortsgruppe in der Stadthalle ihr fünfzigjähriges Bestehen beging, kam es an Pfingsten zum ersten Hochwasser seit dreiunddreißig Jahren. Zur Jahrtausendwende, im Jahr 2000, konnte ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt werden – gefordert war es sogleich bei zwei Hochwassereinsätzen in Schwabmünchen.
Neue Herausforderungen im neuen Jahrtausend (2001–2010)
Das Jahr 2001 war von einem schweren Verlust überschattet: Georg Lehn, der die Ortsgruppe seit ihren frühesten Jahren mitgeprägt hatte, verstarb. Zugleich wurde die technische Ausrüstung weiter modernisiert – mit der Beschaffung eines SG-30-Zeltes sowie eines Frühdefibrillationsgerätes, an dem die erste Ausbildung erfolgte. 2002 ging die Wasserwacht Schwabmünchen mit einer eigenen Homepage online und leistete Hochwassereinsätze in Dinkelscherben und Diedorf. 2003 erhielt die Ortsgruppe ein neues Rettungsbrett vom Typ „Surf-Rescue“, und 2004 lud sie unter dem Motto „Findet Nemo“ zu einer Öffentlichkeitsveranstaltung ins Freibad.
Am 9. März 2006 forderte ein durch plötzliche Schneeschmelze ausgelöstes Hochwasser in Schwabmünchen erneut den Einsatz der Aktiven. 2008 zog die Ortsgruppe von der Garage an der Leonhard-Wagner-Schule in den alten Bauhof in der Jahnstraße um. 2009 feierte sie ihr sechzigjähriges Bestehen, und 2010 beteiligte sie sich am Frühlingsfest in Schwabmünchen.
Gegenwart und Ausblick (2011–2020)
Auch das jüngste Jahrzehnt der Chronik war von Aktivität und Weiterentwicklung geprägt. 2011 nahm die Ortsgruppe erneut am Schwabmünchner Frühlingsfest teil, und 2012 fand ein Jugendausbildungszeltlager in Buch am Ammersee statt. Das Jahr 2013 brachte gleich mehrere Neuerungen: die Eigenbeschaffung eines Hochwasserbootes, die Teilnahme an der Hochwasserzugübung am 22. Juni mit sieben Wasserwacht-Ortsgruppen, den Umzug vom alten Bauhof in der Jahnstraße in die „Schäfer“-Garage, in der auch Bereitschaft und Rettungsdienst untergebracht sind, sowie die Beschaffung eines Rüstanhängers mit Motorboot. 2014 schließlich wurde das 1996 beschaffte Motorrettungsboot des Typs BOMBARD ausgesondert.
Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende
Spenden